Psychiatrische Landschaften. Die Psychiatrie und ihre Patientinnen und Patienten im historischen Raum Tirol-Südtirol von 1830 bis zur Gegenwart

L'assistenza psichiatrica istituzionale e territoriale nell'area del Tirolo storico
(secoli XIX-XXI)

Interreg IV-Projekt Italien-Österreich (2008-2011)

Leadpartner: Universität Innsbruck
Institut für Geschichte und Ethnologie
Institut für Erziehungswissenschaften


Projektpartner: Südtiroler Landesarchiv
Arbeitsgruppe Geschichte und Region/Storia e regione


Das Projekt

Das Wissen um die Geschichte der Versorgung, Betreuung und Begleitung von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung im geografischen Raum des historischen Tirol ist seit der Gründung der k. k. Irrenanstalt Hall in Tirol (1830), der Anstalt Pergine im heutigen Trentino (1882) sowie der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik in Innsbruck (1891) bis herauf zu den grundlegenden Veränderungen im Italien der späten 1970er Jahre und der österreichischen Psychiatriereform der frühen 1990er Jahre im Alltagsbewusstsein der Bevölkerung in unterschiedlichem Ausmaß präsent. Drohungen wie "Du kommst nach Hall, nach Pergine" waren und sind Teil des sprachlichen Standardrepertoires. Trotz der alltagsweltlichen Verankerung der beiden Orte und ihrer psychiatrischen Anstalten ist aber die Kenntnis von Geschichte und Aktualität der Psychiatrie und ihrer Patientinnen und Patienten vergleichsweise gering. Im Blick des Projekts stehen die verschiedenen Wege der psychiatrischen Versorgung im historischen Raum Tirol (Bundesland Tirol, Autonome Provinzen Bozen-Südtirol und Trient-Trentino) und ihre Transformationen bis in die Gegenwart